Beim Vernetzungstreffen am Samstag kamen über 30 Teilnehmer aus ganz Süddeutschland nach Stuttgart, um sich zu vernetzen und Erfahrungen auszutauschen. Neben den vielen Gemeinsamkeiten der Reparatur-Initiativen ist es immer wieder begeisternd, welche Vielfalt es gibt. Da gibt es ein Repair Café betrieben von einer Frauengruppe, eines in Kooperation mit der Kirchengemeinde (seelsorgerische Betreuung vor Ort inklusive) und ein Repair Café, in dem sich Körperbehinderte und Nichtkörperbehinderte treffen. Zum allergrößten Teil werden die Repair Cafés ehrenamtlich betrieben, aber einige Initiativen werden im Rahmen einer hauptamtlichen Tätigkeit veranstaltet. Und bei diesem Treffen waren auch einige Profis aus der Reparatur-Szene anwesend, die sich mit der Reparierbarkeit und Normierung von Produkten auseinandersetzen. Repair Cafés sind etabliert und bekannt, auch in kleinen Gemeinden in ländlichen Regionen und es werden immer noch neue gegründet, so z.B. in Hemmingen, Öhringen und Ehingen (Donau).

Die Ziele werden von allen Beteiligten weiter verfolgt: Geräte und Gegenstände vor dem Müllhaufen zu bewahren, natürliche Ressourcen zu schonen und Hersteller dazu zu bringen, reparierbare Produkte herzustellen.

Einen ausführlichen Bericht über das Vernetzungstreffen gibt es beim Netzwerk Reparatur-Initiativen, das jährlich zwei große Vernetzungstreffen organisiert. Rückblick: Vernetzungstreffen Stuttgart 2018