Als Verein, der sich unter Anderem den Umweltschutz in die Satzung geschrieben hat, versuchen wir bekanntlich, Ressourcen zu schonen und einzusparen. Deshalb reparieren wir mit Euch seit fast fünf Jahren Monat für Monat kaputte Dinge. 

Wenn wir in über 50 Veranstaltungen als Daumenwert jeweils 30 kaputten Teilen zu einem verlängertem Leben verholfen haben, dann sind das in dieser Zeit über 1.500 Reparaturgüter. Egal, was dies im Einzelfall alles war, wir klopfen Euch, unseren Gästen und Veranstaltungsteilnehmern – und denen, die es noch werden wollen – hiermit tüchtig auf die Schultern! 

Ohne Eure zahlreichen Besuche unserer Repair Café–Veranstaltungen, ohne Eure Reparaturen, bei denen wir Euch immer gerne geholfen haben, hätte es 1.500 Dinge gegeben, die vorzeitig auf dem Schrottplatz oder im Müll gelandet wären. Damit habt Ihr aktiv die Umwelt geschont und nebenbei Geld gespart. Und wir alle haben dabei gelernt – eine runde Sache!

Hört sich gut an, oder? – Reicht aber leider nicht.  

Der Earth Overshoot Day, also der Tag im Jahr, „an dem die menschliche Nachfrage nach nachwachsenden Rohstoffen das Angebot und die Kapazität der Erde zur Reproduktion dieser Ressourcen in diesem Jahr übersteigt“ (Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Earth_Overshoot_Day) oder kurz gesagt: der Tag, an dem wir ein einem Jahr mehr verbraucht haben, als in derselben Zeit nachproduziert werden kann, findet jedes Jahr früher statt. Ab diesem Tag geht es der Erde an die Substanz. Dieser Tag war laut Global Footprint Network beispielsweise in 1987 ‚erst‘ am 19. Dezember. Im Jahr 2005 fand dieser Tag erschreckender Weise schon am 20. Oktober statt und in 2018 leider bereits am 01. August – weltweit gerechnet. Betrachtet man nur Deutschland, so haben wir noch unglaubliche drei Monate schneller verbraucht, was nachwachsend zur Verfügung steht: Schon am 02. Mai 2018 war es soweit, dass wir die Ressourcen, die nach gesundem Menschenverstand zu verbrauchen wären, wegkonsumiert haben. (Quelle:https://www.overshootday.org/newsroom/country-overshoot-days/) Umgerechnet entspricht der Verbrauch Flächen, die drei mal so groß sind wie unser Land. 

Zur Klarstellung: Dieser Tag sollte am besten an keinem Tag im Jahr stattfinden. Das ist aber nach 1970 nicht mehr eingetreten. 

Nach Adam Riese gibt es nun genau eine Erde, auf der wir Erdlinge und unsere Nachkommen noch eine ganze Weile zurecht kommen müssen. Mit dem aktuellen Verbrauch bräuchten wir aktuell so zwei bis drei Erdbälle. Also ist klar, dass etwas passieren muss. Da wir eine weitere Erde auf die Schnelle nicht hinkriegen, sollten wir lieber mal schauen, wie wir mit Erdball Nummer 1 alleine auskommen. Und wer muss da eigentlich was tun? Fragt man unterschiedliche Menschen, so gibt es dazu unterschiedliche Antworten: Die Politik muss etwas verändern. Die Länder in Afrika, Asien und Amerika müssen etwas ändern. Die Industrie muss etwas ändern. Ja, ja und ja, alles richtig. Aber da gibt es noch eine Person, die oft übersehen wird, die auch ganz effektiv einen Beitrag leisten kann. Ein Tipp: Dieser Mensch schaut uns morgens im Spiegel an. Genau dieser Erdengast kann handeln und sollte auch dringend etwas tun. Ihn oder sie wollen wir für unsere folgende Idee gewinnen:  

Wir möchten Euch in nächster Zukunft auf den Verbrauch von Plastik sensibilisieren. Viele ärgern sich heute schon für diese scheinbar kostenlose Beigabe zu vielem, was man täglich ersteht. Die meisten von uns nehmen es aber in Kauf – im wahrten Sinne des Wortes. Wir bereiten etwas zum Thema Plastik vor, bei dem wir Euch brauchen werden. Wir werden Euch herausfordern und gemeinsam mit Euch lernen. Vielleicht retten wir damit nicht unbedingt die (gesamte) Welt, aber – wer weiß? Auf jeden Fall werden wir mit Euch gemeinsam ein Zeichen setzen, denn es ist Zeit dafür.

Seid gespannt und verfolgt, was wir in den kommenden Wochen machen werden und vor allem: Macht mit! #bitteohneplastik