„Natürlich nicht!“ möchte man entrüstet antworten, erst recht, wenn man einmal im Monat im Repair Café Stuttgart erlebt, wie Defektes wieder zum Laufen gebracht und Kaputtes geflickt wird, wie Besucher/innen und Helfer/innen Zeit und Geduld investieren, um Gegenstände länger oder überhaupt wieder nutzen zu können, anstatt diese zu entsorgen und durch Neues zu ersetzen.

Erfreulicherweise sehen immer mehr Menschen die Notwendigkeit, dem Trend des schnellen Konsums eine Alternative entgegenzusetzen, so dass Initiativen wie etwa Repair Cafés, Food Sharing oder Tauschbörsen immer bekannter werden und mehr und mehr Zulauf finden.

Doch sind diese Initiativen nicht ein Tropfen auf den heißen Stein, ein kurzlebiger Trend verblendeter Idealisten? Zwingen uns geplante Obsoleszenz und über Jahrzehnte angewöhnte Verhaltensmuster nicht weiterhin dazu, immer mehr zu konsumieren?

Welche ökologischen, wirtschaftlichen und sozialen Folgen der schnelle Konsum auf globaler Ebene hat und inwiefern nachhaltiger Konsum möglich ist, darüber tauschen sich in der sicherlich sehr interessanten Podiumsdiskussion Alles für die Tonne? Nachhaltiger Konsum in Zeiten der Kurzlebigkeit Annette Geiger, Christiane Nicolaus und Stefan Schridde aus. Veranstaltet wird die Podiumsdiskussion vom IZKT der Uni Stuttgart und dem Stuttgart Institute of Sustainability e.V. in Kooperation mit dem Schauspiel Stuttgart.

  • Wann? -> Am 15. Juni um 19 Uhr
  • Wo?     -> im Foyer des Schauspiel Stuttgart (Oberer Schlossgarten 6; 70173 Stuttgart)

Eine Anmeldung – wie im verlinkten Flyer erbeten – ist NICHT notwendig, der Eintritt frei und der Besuch sicher lohnenswert!